Angebot/ InfosTageskarteNewsVeranstaltungenKulturvereinPresseKontaktLinksStellenHome
Veranstaltungen ArchivZurück

Archiv

Zum Hut, Café- und Weinbar  - Zwischenton, der S5-Akkord 13.07.2010 13. Juli 2010, 20.30 Uhr
Zwischenton, der S5-Akkord

Agglo Theater & ETH Zürich «S5 Stadt-Projekt» präsentieren: «Zwischenton, der S5 –Akkord»
von Barbara Stengl

Ekkehard Sassenhausen Saxes, Bernhard Göttert Cello, Jan von Rennenkampff Text , Barbara Stengl Text.

«Zwischenton, der S5 –Akkord» - Eine Geschichte von Barbara Stengl, basierend auf den Interviews zum S5-Stadt-Forschungsprojekt zum Thema «Mobilität». Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts «S5-Stadt. Agglomeration im Zentrum» des ETH Wohnforum – ETH CASE.
Weitere Anlässe in der Region von April bis Oktober 2010: www.s5-stadt.ch

Die Wirbelsäule des Zürcher Oberlands: Die S5. In ihr denken, leben und lieben wir. In ihr haben wir Zeit über unser Leben zu sinnieren, die Landschaft zu betrachten, Kontakte zu knüpfen, manchmal fährt sie uns zum Beginn eines neuen Lebens. Genauer: Massimo Rossi, Bauarbeiter, 66 Jahre alt, fährt mit der S5 nach Zürich und überwindet seine Scheu. Ursula, 45 Jahre, Mutter und Handarbeitslehrerin nimmt in der S5 Abschied und Andri, 17 Jahre, bekommt eine andere Sicht auf die Dinge in der S5.

--------

Was ist kennzeichnend für das Leben in der Agglo? Oder wie Joris van Wezemael, Leiter des Projekts "Mobilität in der S5-Stadt" formuliert: Was sind die "subjektiven Bedeutungen unterschiedlicher Mobilitätsformen im Rahmen einer Lebensführung?" Mich als Autorin interessiert: Wie bewegen sich Menschen in der S5-Stadt und was für Geschichten stecken hinter den S-Bahn-, Bus- und Autofahrten? Warum leben Menschen in der Agglo? Was versprechen sie sich davon und wichtiger: Wie geht es ihnen dabei?

Da ist Massimo Rossi, 66 Jahre alt, italienischer Gleisarbeiter, der selten in ein öffentliches Verkehrsmittel steigt. Doch er tut es. Oft wurde er gefragt: "Warum sind sie in die Schweiz gekommen?" und oft antwortete er: "Zwei Gründe für Schweiz: Geld oder Liebe." Geld oder Liebe. In Ursulas Fall auf jeden Fall: Die Liebe. Als Mutter dreier Kinder, Handarbeitslehrerin und Ehefrau kam sie in die Agglo, um Familienglück zu leben. Mit Haus, Garten und Natur. Eine Heilsversprechung! Eine Wunschvorstellung! Eine realistische Hoffnung? Ursulas Alltag besteht aus Listen, Müssen, Wege organisieren. Die Beerdigung ihrer besten Freundin reist sie aus ihrem Alltag. Und wie fühlt ein Jugendlicher in der Agglo? Einer, der die Welt zerreissen und retten könnte?

In dem Text "Zwischenton, der S-5 Akkord" flechte ich drei Lebensgeschichten in einander, drei Haltungen, drei Biografien, drei Mal "Daily Mobility" in der Agglo.



::