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Zum Hut, Café- und Weinbar  - Lesung: Leo Tuor 25.04.2010 Sonntag, 25. April 2010, 11 Uhr
Lesung: Leo Tuor

«Eindringlich und dennoch mit äusserster Behutsamkeit zeichnet der rätoromanische Schriftsteller Leo Tuor in seinen Büchern Bruchstücke aus einer verschwundenen Welt auf. Karg sind seine Texte, und karg ist das Leben, von dem sie berichten. Doch in der Poesie dieser Schlichtheit entfaltet sich der Reichtum alles Vergangenen.» Neue Zürcher Zeitung
Lesung in Deutsch und Rätoromanisch

Biografie

Geboren 29. Mai 1959
Kindheit in Rabius und Disentis (Graubünden/ Schweiz).
Primarschule in Rabius 1966–72.
1979 Matura B in Disentis.
1981–85 Redaktor der rätoromanischen Zeitschrift «la Talina» (gegründet 1941 von Pater Flurin Maissen).
Studium der Philosophie, Geschichte, Literatur in Zürich & Freiburg (CH) und Berlin. Abgeschlossen als Sekundarlehrer phil.I 1987.
Siebzehn Sommer auf der Alp, drei davon auf Glivers Dadens als Kuhirt und vierzehn auf Carpet/Greina als Schafhirt.
«Im Winter nenne ich mich ein bisschen altmodisch Privatier & Vagabund. Meine Vorfahren waren Hirten, Bauern und Jäger, keine Diplomaten, keine Offiziere, keine Priester. Väterlicher- und mütterlicherseits spielen die Frauen die wichtigsten Rollen. Die Männer sterben zum Teil früh, auffallend oft Anfang Mai.»
Schriften in romanischen Zeitschriften zerstreut.
1988 erschien «Giacumbert Nau» bei Octopus in Chur. Die Kulturförderungskommission Graubündens beantragte «im Wissen um die Vorzüge und die problematischen Seiten» dieses Buches die Ausrichtung eines Unterstützungsbeitrags. Die Regierung lehnte diese Beitragsleistung ab.
Die ROMANIA (Gesellschaft zur Wahrung und Pflege der rätoromanischen Sprache und Kultur) bedauerte im Buch «den fehlenden Respekt vor dem Menschen».
Für «Giacumbert Nau» erhielt Leo Tuor drei Auszeichnungen: von der Schweizerischen Schillerstiftung als «Anerkennung für den grossen literarischen Wert für das Buch Giacumbert Nau», von der Jubiläums-Stiftung der SBG «en reconnaissance de votre talent et B titre d'encouragement pour vos futures activités» und von der Uniun da scriptuors rumantschs wegen des neu wehenden Windes und wegen des Mutes.
1988: premi pader Flurin
1995: Förderpreis des Kantons Graubünden. Dazu schrieb die «Bündner Zeitung» vom 18. November 1995: «Auch der Bündner Regierung ist es nicht verboten, gescheiter zu werden. Vor sieben Jahren lehnte sie es (…) noch ab, für das Buch ‹Giacumbert Nau› von Leo Tuor einen Unterstützungsbeitrag von 3000 Franken zu leisten. Gestern abend nun überreichte die gleiche Regierung besagtem Leo Tuor einen mit 5000 Franken dotierten Förderungspreis.»
1996: Preis für die Edition Giacun Hasper Muoth von der Jubiläums-Stiftung der SBG
2004: Hermann-Lenz-Förderpreis
«Meine Muttersprache nenne ich mit Vorliebe ‹die rätische Sprache›, sie ist im Sterben wie unsere Täler im Sterben sind.»
2009: Bünder Literaturpreis



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